E-Gravelbike im Test

Die Kombination aus robustem Geläuf und moderner **E-Gravelbike**-Technik eröffnet neue Horizonte für Abenteuerlustige. Im folgenden Testbericht untersuchen wir eingehend die **Antrieb**seinheit, das Fahrverhalten und die Alltagstauglichkeit eines aktuellen Modells, das sich in unterschiedlichen Geländearten bewähren muss. Dabei stehen Performance, Komfort und Zuverlässigkeit im Fokus.

Design und Ausstattung

Ein gelungenes E-Gravelbike muss optisch und funktional überzeugen. Unser Testkandidat präsentiert sich mit einem leichten, verwindungssteifen Rahmen aus Aluminium, der in dezenten Farben erhältlich ist. Die integrierte Kabelführung sorgt für ein aufgeräumtes Erscheinungsbild und minimiert Wartungsaufwand.

  • Rahmengeometrie: Ausgewogen zwischen Komfort und sportlicher Sitzposition
  • Bremsen: Hydraulische Scheibenbremsen von renommierten Herstellern für zuverlässige Verzögerung
  • Bereifung: Grobstollige Gravel-Reifen mit guter Pannensicherheit und Traktion
  • Lenker: Ergonomisch geformt mit leicht erhöhtem Oberlenker für besseren Komfort auf langen Strecken
  • Gepäckoptionen: Montagemöglichkeiten für Schutzbleche, Gepäckträger und Tasche am Oberrohr

Das Finish überrascht mit dezenten Farbakzenten und verstärkten Schweißnähten an belasteten Stellen. Mit 12 Kilogramm netto (ohne Akku) liegt das Bike im oberen Mittelfeld – dafür profitieren Fahrer von einer robusten Bauweise, die auch Offroad-Stößen standhält.

Antrieb und Technik

Im Herzen des E-Gravelbikes arbeitet ein Mittelmotor mit 60 Newtonmeter Drehmoment. Unterstützt wird er von einem 500-Wh-**Akku**, der elegant im Unterrohr sitzt. Die Kombination aus Motor und Akku sorgt für eine gleichmäßige Kraftentfaltung und einen niedrigen Schwerpunkt.

  • Motor-Modi: Eco, Trail, Sport für verschiedene Leistungsanforderungen
  • Display: LCD-Einheit mit großem Kontrast, einfache Bedienung, erweiterbar um Navigationsfunktionen
  • Ladezeiten: 0–80 % in zwei Stunden, 100 % in knapp drei Stunden
  • Reichweite: Bis zu 120 km im Eco-Modus auf flachen Strecken
  • Effizienz: Regeneratives Bremsen und Anfahrhilfe für optimierten Energieverbrauch

Die unterschiedlichen Fahrstufen lassen sich per Daumenschalter oder direkt am Display wählen. Kraftspitzen bewältigen Anstiege mit bis zu 20 % Steigung souverän. Auf langen Touren punktet das System mit einem niedrigen Eigenverbrauch und einer präzisen Leistungsabgabe.

Fahr-Performance auf verschiedenen Untergründen

Ein **Gravelbike** muss im Gelände ebenso überzeugen wie auf Asphalt. Unser Testfahrzeug meistert wechselnde Untergründe dank seiner ausgewogenen Gewichtsverteilung und dem robusten Reifendesign.

Schotterpassagen:

Auf losem Schotter bietet der breite Profilquerschnitt hohen Grip, ohne dabei zu stark zu widerstehen. Das **Handling** bleibt agil, und das Federverhalten des Starrgabel-Designs ist für moderate Unebenheiten ausreichend.

Wald- und Feldwege:

Auf Wurzelteppichen und matschigen Passagen vermittelt das Bike dank stabiler Geometrie **Stabilität** und Kontrolle. Die hydraulischen Scheibenbremsen greifen zuverlässig, selbst wenn der Untergrund feucht ist.

Straßenabschnitte:

Auf Asphalt überzeugt die Laufruhe: Die Antriebseinheit läuft nahezu geräuschlos, und das System schaltet sanft zwischen den Unterstützungsmodi. In der Sport-Stufe beschleunigt das Rad unerwartet kraftvoll und hebt sich von klassischen Gravelbikes deutlich ab.

Steigungen und Abfahrten:

Bei Anstiegen profitiert man vom hohen Drehmoment des Motors, der gleichmäßig und ohne Ruckeln wirkt. Bergab überzeugt das Bike durch die niedrige Schwerpunktlage und sensitives Bremsverhalten, was auch in technisch anspruchsvollen Passagen Vertrauen schafft.

Praxis-Tipps und Wartung

Ein E-Gravelbike verlangt regelmäßige Pflege und kluge Vorbereitung. Mit folgenden Hinweisen bleibt das Rad dauerhaft in Top-Zustand:

  • Reifen: Regelmäßig Luftdruck prüfen und Profiltiefe kontrollieren, um **Pannensicherheit** zu gewährleisten.
  • Akku: Vor längerer Lagerung auf 40–60 % Ladezustand bringen und kühle, trockene Umgebung wählen.
  • Kette & Schaltung: Kette alle 200 km mit geeignetem Kettenöl pflegen, Schaltwerk auf Spannung prüfen.
  • Bremssystem: Beläge und Scheiben auf Verschleiß kontrollieren, Bremsflüssigkeit alle zwei Jahre erneuern.
  • Software-Updates: Motor- und Display-Firmware regelmäßig aktualisieren, um **Kompatibilität** und Sicherheit zu maximieren.

Tipps für die Tourenplanung:

  • Routenwahl anhand der Akkureichweite und Geländeprofil abstimmen.
  • Notfallkit mit Ersatzschlauch, Multitool und Mini-Pumpe mitführen.
  • Wetter- und Temperaturbedingungen beachten, um Akku-Leistung nicht unnötig einzuschränken.

Wer diese einfachen Routinen beachtet, erhält langfristig hohe **Zuverlässigkeit** und freut sich über uneingeschränkten Fahrspaß mit dem E-Gravelbike auf jedem Untergrund.